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Retreatvortrag


Wie kann Denken und Fühlen harmonieren?

Von Stephan Bielfeldt

Nach einem Vortrag im Retreat in Schlagsülzdorf. Zweiter Tag, 06. Okt. 2013

Heute, bei strahlendem Sonnenschein ist es wirklich eine Freude, einfach den Weg entlang zu laufen, die kleine Straße, auf der zum Glück nur wenige Autos fahren. In der Sonne leuchten die Hagebutten und die roten Äpfel. Mit einem Gefühl von Ruhe und Entspanntheit den eigenen Schritten zuhören, wie sie auf dem sandigen Weg knirschen. Es ist ein Gefühl von Verbundenheit, Ungetrennt-Sein da. Nichts hält einen ab, gegenwärtig zu sein. Hin und wieder zieht ein Gedanke vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen.
Wie schnell kann sich so ein verbundener Moment wieder wandeln. Ein Gedanke auftaucht auf: „Ich habe ja ganz vergessen, vor der Meditationswoche noch eine Arbeit an einen Kollegen zu übergeben!“ Plötzlich ein Zurückgeworfen-Sein, ein Gefühl von Trennung. Es ist fast so, als wäre da jetzt eine reale Bedrohung. Mit dem Gedanken ist ein starkes Gefühl aufgetaucht, ein Erschrecken. Vielleicht war sogar erst das Erschrecken da und dann formulierte sich der Gedanke an die Arbeit. Alles geschieht so schnell.
Das Denken nimmt seinen Lauf und sagt: „ Das ist jetzt doch gar nicht wichtig! Der Kollege kann sich selbst aus der Korrespondenz informieren. Es ist jetzt gar nichts zu tun.“ Und dann das Empfinden, wie im Körper die Spannung, die so schlagartig eingesetzt hatte, wieder abfällt. Das Gefühl von Unruhe und Besorgtheit dauert noch eine Weile an. Erstaunlich ist es, den ganzen Prozess zu beobachten. Da ist noch dieses Gefühl von besorgter Erregung, bis es dann nach ein paar Minuten verschwindet und sich wieder Verbundenheit und Ungetrennt-Sein einstellt.
Ist es nicht erstaunlich, was selbst in einer Zeit, in der von außen keine Beanspruchungen an uns herangetragen werden, innerlich alles geschieht? Die Frage kommt auf, wie funktioniert das eigentlich mit den Gefühlen? Was sind überhaupt Gefühle und wie seltsam spielen sie mit unseren Gedanken zusammen? Kann man das von Moment zu Moment beobachten? Auch wenn wir jetzt darüber sprechen, einen Vortrag hören. Kann man in dem Modus der stillen Selbstbeobachtung verweilen? Es kommt nicht darauf an, was für Worte ich verwende, sondern ob ihr das gesagte in diesem Moment selbst miterlebt. Das eigene direkte Erfahren und gewahr werden von Moment zu Moment ist entscheidend. Dem muss man dann auch nicht glauben. Es ist Gewissheit, denn man hat es ja persönlich erfahren.


Was ist überhaupt ein Gefühl?

Wie ist das also mit dem Gefühl? Was ist überhaupt Gefühl? Mir hat es geholfen, dazu auch einen naturwissenschaftlichen Zugang zu haben, denn was wir direkt erfahren, möchte unser Verstand auch erklären können.
Es ist gut erforscht, dass für unsere Gefühle recht alte Teile des Gehirns mit zuständig sind. Früher hat man diese Teile als Limbisches System bezeichnet und sich einen ringförmigen umgrenzten Bereich im Gehirn vorgestellt. Inzwischen ist dieser Begriff aufgrund fortschreitender Erkenntnis schon wieder in Frage gestellt. Zu viele weitverzweigte Bereiche unseres Gehirns sind am Fühlen beteiligt. Aber einige evolutionsbiologisch recht alte Gehirnstrukturen, wie die Mandelkerne, spielen eine wichtige Rolle. Sie sind so alt, dass sie schon mit der Entwicklung von Amphibien und Reptilen vor mehr als 300 Millionen Jahren entstanden sein sollen. Gerade gestern habe ich einen Molch von der Straße gerettet, der dort ziemlich erstarrt saß. Als ich ihn nahm wollte er fliehen und strampelte ein wenig mit den Beinen. Es leuchtet schon ein, dass auch diese sehr einfachen Tiere Gefühle empfinden, das Tier hatte Angst. Vermutlich kann so ein Molch nicht denken, aber ein ursprüngliches Gefühl wie Angst, das können wir in uns selbst beobachten, kann ja auch ohne jeden Gedanken da sein.
Viel komplexere Gefühle kann man bei Säugetieren beobachten. Wir haben zwei Katzen und ich bin immer wieder erstaunt und fasziniert, was geschieht, wenn sie in einen Konflikt geraten. Sie dürfen etwas eigentlich nicht, zum Beispiel auf den Küchentisch springen. Dann wollen sie es aber doch tun, trauen sich im letzten Moment aber nicht. Sie kratzen sich dann erst einmal, oder lecken sich ganz schnell und aufgeregt. Da sind Emotionen im Spiel, wie wir sie von uns selbst kennen. Man sieht förmlich, wie die Gefühle gegeneinander arbeiten und die aufgestaute Erregung das Tier dann zu einer eigentlich nutzlosen Handlung treibt. In mir taucht gerade das Bild auf, wie ich einmal voll Ärger gegen einen Schrank boxte, nachdem ich mir den Kopf an einer Ecke gestoßen hatte. Danach taten Kopf und Knöchel weh. Wozu sind solche archaischen Empfindungen wie Angst und Ärger und die heftige Erregung mit der sie einhergehen überhaupt nützte? Wenn es Empfindungen wie Angst und Ärger seit Jahrmillionen gibt, muss sich um etwas Überlebenswichtiges handeln.
Angst und Ärger sind entstanden, um uns zu beschützen. Angst ist das Gefühl, das sagt: „Hier ist dieser Körper bedroht. Dieser Organismus ist in Gefahr und es muss etwas getan werden.“ Damit verbunden ist eine intensive körperliche Aktivierung. Wir reagieren zum Beispiel mit Ärger und Aggression. Oder wir rüsten uns zum Weglaufen, zur Flucht. Als Schüler sollte ich mich einmal im Lehrerzimmer melden. Ich stand davor, aber mein Herz raste. Ich schaffte es nicht zu klopfen und wollte schon weglaufen, als ein Lehrer kam und mich mit hinein nahm.
Eine dritte Reaktion, die ebenfalls, wie die beiden anderen in unseren ganz normalen Alltagssituationen ausgelöst wird, ist das Gefühl, im Boden zu versinken, zu erstarren, nicht reagieren zu können. Statt auf eine beleidigende Äußerung souverän zu reagieren, passiert gar nichts. Das ist uns dann nachher oft peinlich. Wir denken dann zum Beispiel: „Mensch, du hättest doch einfach sagen können: „So redest Du nicht mit mir!“... Aber nein, du standst da wie dumm, gabst keine Antwort, wie blöde!“ Ist die Reaktion wirklich blöde? So ein Erstarren hat vielleicht einem Urahn von uns das Leben gerettet, als er bei der Begegnung mit einem Bären wie angewurzelt stehen blieb, das Tier keine Bedrohung sah und weiter zog. Ohne diese Reaktion hätte der Urahn wohl nicht überlebt und wir wären nie geboren. Mich gäbe es vielleicht nicht mehr, wäre ich nicht als Kind einmal mitten auf der Straße plötzlich erstarrt stehengeblieben. Ein Auto schoss mit quietschenden Reifen wenige Zentimeter an mir vorbei und kam erst etwa 10 Meter weiter zum Stehen.
Es gibt es noch ein viertes recht ursprüngliches Gefühl, dass uns im Alltag immer wieder begegnet. Das Gefühl von Abscheu oder Ekel. Es ist wohl ursprünglich entstanden, damit wir vermeiden, dass wir etwas Falsches essen. Aber in unserer recht hygienischen Welt tritt es eher übertragen auf Menschen auf. So empfinden wir Abscheu gegenüber Menschen, die etwas Verabscheuungswürdiges getan haben.
Was diesen ursprünglichen Gefühlen allen gemeinsam ist, ist dass Sie unwillentlich einfach ausgelöst werden. Wir „erleiden“ sie. Sie sind verbunden mit einer intensiven körperlichen Aktivierung. Wir geraten messbar physiologisch aus dem Gleichgewicht. Ein ganzer Cocktail von Hormonen wird ausgeschüttet. Puls und Blutdruck steigen oder sinken, Muskeln ziehen sich zusammen. Dazu kommt das unmittelbare Gefühl von Getrenntsein.
Wenn man beobachtet, mit welcher Energie und Geschwindigkeit solche Gefühle aufsteigen können, uns komplett überrollen und unseren bewussten inneren Raum vollständig verengen, dann wird klar, warum sie eine so große Macht über unser Handeln haben. Wir nehmen uns gerne vor, ruhiger zu werden, besser mit unseren Gefühlen klar zu kommen, aber wenn wir ehrlich sind, müssen wir anerkennen, wie tiefgreifend und dem Willen entzogen unsere emotionalen Reaktionen sind.
Vielleicht stellen wir uns vor: „Ich meditiere jetzt, und dann wird sich das Problem mit den Gefühlen schon lösen. Situationen, in denen wir uns von Gefühlen fremd bestimmt erleben hören dann einfach auf!“ Aber wollen wir das wirklich? In wie vielen Situationen im Straßenverkehr würde es uns schlecht ergehen, wenn diese ursprünglichen und sehr schnellen Reaktionen nicht da wären. Jeder von uns, der Auto fährt, hat schon einmal erlebt, dass er plötzlich beim Autofahren aufschreckt und bremst und dadurch gerade noch einen Unfall verhindert. Die ganze Situation ist schon vorbei, bevor wir uns vollständig bewusst werden, was passiert ist. Reaktionen, die uns beschützen, werden von unserem Gehirn zuerst ausgelöst. Und nachher erst erfährt das Bewusstsein davon.


Gedanken und Gefühle beeinflussen sich gegenseitig

Reagieren wir so automatisch wie ein Frosch oder eine Eidechse, oder gibt es doch Unterschiede? Worin wir uns wirklich sehr von den meisten Tieren unterscheiden, ist, dass unser Gefühlssystem eng mit der Großhirnrinde interagiert, in dem die Gedanken und Bilder entstehen und unser gesamtes gespeichertes Wissen abrufbereit zur Verfügung steht. Dass eine wahrhaft enge Verbindung zwischen unserem Denken und Fühlen besteht, kann man selbst in sich beobachten, da muss man sich nicht auf Naturwissenschaftler verlassen. Ein Gedanke, eine Erinnerung, löst ohne dass wir es wollen, Gefühle aus. Gefühle scheinen sogar untrennbar mit unseren Erinnerungen verbunden zu sein. Sie sind das, was unseren Erinnerungen erst Bedeutung verleiht. Und anders herum lösen Gefühle Erinnerungen aus. Unser Gedächtnis ist ein riesiger Assoziationsspeicher. Sind Gefühle im Körper aktiv, rufen sie die dazu passenden Gedanken hervor. Man fühlt sich unwohl und unverbunden, und es kommen Erinnerungen an Situationen, in denen man sich früher unwohl und unverbunden gefühlt hat. Das geht sogar so weit, dass in uns mehr oder weniger bewusst, ein Denkprozess abläuft, der versucht durch Denken und erinnern zu erklären, warum wir uns so fühlen, wie wir uns gerade fühlen. So ein Prozess kann sich lange hinziehen und dabei noch intensivieren, denn es besteht ein Teufelskreis. Die Gedanken erzeugen neue dazu passende Unwohlseins-Gefühle und andere Emotionen, die damit verwandt sind. Neben allgemeinem Unwohlsein entstehen vielleicht Gefühle von Getrenntsein. Angst oder Ärger tauchen plötzlich auf und diese Emotionen rufen noch mehr Gedanken, die dazu passen, hervor. So eine Spirale negativer Gedanken und Gefühle kann uns so ausfüllen, dass wir nicht mehr den geistigen Abstand haben, uns dessen überhaupt gewahr zu werden. Das heißt, dass wir damit so überfrachtet sind, so überfüllt, dass uns gar nicht mehr bewusst ist, dass wir hier still an einem friedlichen Ort sitzen und alles nur in unserem Inneren geschieht. Wir sind eingesponnen und gefangen in einem System aus Denken und Fühlen, Fühlen und Denken. Ein Kreislauf, der sich selber perpetuiert. Ist erst einmal genügend Aufregung im Körper, sind wir alles andere als selbstbestimmt handelnde Personen. Wir haben uns in einer Scheinwelt verloren.


Kann man den Kreislauf von Denken und Fühlen anhalten?

Wie kommen wir aus so einer Situation wieder heraus? Immerhin haben wir alle schon beobachtet, dass auch solche Zustände enden. Ist es möglich, in diesem System so eine Art Stopphebel umzulegen, oder endet es von alleine? Ist es möglich den ganzen Prozess einmal, wenn er läuft zu beobachten, ihm einfach nur zuzuschauen? Das heißt, das innere Geschehen ins Hier und Jetzt zu bringen, so dass er in diesem Moment gesehen wird, in dem er gerade stattfindet? Oder ist die Situation einfach zu überwältigend? Ist man zu voll, um einen solchen Prozess in Kopf und Körper bewusst zu entdecken? Am Beginn der Wandlung steht immer ein spontanes Gewahr werden. Das geschieht, man tut es nicht. Aber zum Glück findet spontanes Gewahr-Werden recht häufig statt. Beobachtet es selbst! Gewahr-Werden ist etwas, das uns einfach gegeben ist. Gerne unterschätzen wir, wie vielen Momente des Gewahr-Werdens uns begegnen. Das kommt, weil wir sie nicht wichtig nehmen und sie deshalb nicht in Erinnerung behalten. Sind wir einmal wirklich für eine Weile voll bewusst im Hier und Jetzt, ist der Teufelskreis durchbrochen, ohne dass wir noch etwas tun müssten. Der Prozess ist unterbrochen, denn uns wird gerade bewusst, was automatisch und ohne unser Wollen die ganze Zeit passiert ist. Wir fühlen im Körper noch die Aufregung davon uns spüren vielleicht, wie sie gerade abebbt.
Oft dauert unser Gewahrsein aber nur einen kurzen Moment und die zirkulierenden Prozesse laufen schon wieder an. Ohne Kontinuität im Gewahrsein, starten sie gerne erneut und laufen unbemerkt, bis ein neuer Funke von Gewahrsein für Unterbrechung sorgt.
Unsere unbewussten Prozesse sind oft gar nicht so dramatisch und überwältigend, wie es nach meinen Schilderungen jetzt vielleicht den Anschein hat. Oft empfinden wir sie als sehr normal, mäßig emotional und sie erscheinen uns, wenn wir daraus aufwachen, meist sogar als belanglos. Sie überfüllen uns auch nicht vollständig und es besteht eigentlich noch geistiger Raum, bewusst zu erkennen, was gerade vorgeht. Aber oft ist auch ein gewisser Widerwille da, das Ganze bewusst anzuschauen. Man möchte zum Beispiel mit seinem Ärger gehen. Gerade bei Ärger gibt es eine gewisse Lust, sich in den Prozess hinein zu steigern, noch mehr Gründe zu finden, warum man zum Beispiel schlecht behandelt wird, oder etwas nicht in Ordnung ist in einer Situation. Gerade im Alltag, mit seinen vielen Herausforderungen und ständigem Wandel, erscheint es uns so, als würde uns ein Moment des Gewahr-Werdens nicht aus dem unbewussten Kreisen von Denken und Fühlen führen. Ob geistige Überfüllung, Unwille, Energielosigkeit, unsere inneren unbewussten Prozesse laufen und laufen, wir leben in einem Wachtraum aus bestenfalls seichten, oft aber auch als quälend empfundenen selbsttätig kreisenden Gedanken und Gefühlen, von ein paar bewussten Momenten unterbrochen. Vielleicht habe ich das jetzt etwas zu negativ geschildert, aber jeder kann ja für sich selbst schauen, wieviel der eigenen Zeit er/sie in dieser halben Bewusstlosigkeit zubringt. Es stellt sich die Frage: Verbringen wir unsere meiste Zeit in unbewussten, belanglosen inneren Prozessen, unterbrochen von hilflosen Zuständen emotionaler und gedanklicher Überflutung, oder ist es möglich, längere Zeit bewusst und gewahr im Hier und Jetzt zu verbringen, im Fluss mit der Fülle des Lebens?


Was bewirkt stille Meditation?

Kann stille Meditation in dieser Sache etwas bewirken? Wenn man eine längere Zeit in Stille verbringt, gibt man sich den äußeren Raum, der nötig ist, das alles einmal zu erforschen. Ein freier innerer Raum stellt sich vielleicht auch dabei ein, ist aber immer ein Geschenk. In einer Meditationswoche, wenn man sich eine Reihe von Tagen mit Interesse und Aufmerksamkeit dem Wechsel aus Gewahrsein und Wachträumen gewidmet hat, stellen sich leichter Veränderungen ein. Die Reizarmut hat uns sensitiver gemacht. Die Körperenergie ist auf Nicht-Tun eingestellt und die Wahrnehmung nach innen ist geschärft. Trotzdem ist es wie eine Gnade, wenn sich eine längere Phase von Gewahrsein, die ich als Präsenz bezeichnen möchte, einmal einstellt. Dann geschieht es plötzlich, dass das hin und her aus bewusst und unbewusst für eine Zeit lang endet und eine grundlegende Gegenwärtigkeit da ist, in der Denken, Fühlen und Wahrnehmen im Lichte des Bewusstseins geschieht. Auch der Körper ist beruhigt. Er wird zum stillen, aber wachen und sensitiven Instrument, denn der Strom unbewusster Gedanken und Bilder, die ihn in Wallung gebracht hatten, ist zu einem Rinnsal geworden.
Direkt gewahr werden, wie das Drama, das Wechselspiel aus halb bewussten Gedanken und Gefühlen gerade jetzt abläuft, ist der eigentliche, springende Punkt in der Meditation. Die Wandlung ist im Gewahr-Werden schon enthalten. Zu tun ist nichts. Alle Gedanken von „besser machen“, „etwas anderes wollen“ gehören ja selbst zu dem Drama. Aus dem Getrenntsein ist wieder ein Ganzes geworden. Eine dynamische Verbundenheit mit allem stellt sich ein. Und man beobachtet, wenn das geschieht, dass die automatischen Gedanken ins Stottern geraten, die Maschinerie nicht weiterläuft.


Gefühle sind die Wahrnehmungen eines aktivierten Körpers

Meditation ändert nicht sofort den Körperzustand und ich habe nicht gesagt, dass sich durch das Gewahr-Werden sofort eine perfekte Körperharmonie einstellt. Erinnert man zum Beispiel an eine Angst auslösende Situation und es stellt sich für einen Moment Gewahrsein ein, dann stellt man vielleicht fest, dass man sich immer noch schlecht fühlt, ja schlimmer, aus einem dumpfen Unwohlsein ist ein scharfes körperliches Gefühl geworden. Ja, dieses Sich-Schlecht-Fühlen, das ist ein körperlicher Zustand, es wird von der Körperchemie, von ausgeschütteten Hormonen verursacht. Adrenalin, Cortisol und diverse andere Hormone zirkulieren noch im Blut. Sie entfalten weiter ihre Wirkung. Denn, was ist passiert? Erinnerungen, zum Beispiel an eine Demütigung haben vielleicht ein Gemisch aus Ärger und Angst hervorgerufen. Mit der Erinnerung hat der Körper schon aktivierende Hormone ausgeschüttet, die dann Körpergefühle hervorrufen. Ein Gefühl ist also die Wahrnehmung einer Körperreaktion, einer körperlichen Anpassung.
Unser uraltes Emotionssystem macht überhaupt keinen Unterschied, ob eine echte Gefahr vorhanden ist, oder nur eine Erinnerung an eine längst vergangene gefährliche Situation aufgetaucht ist. Die Intensität der Körperreaktion mag sich unterscheiden, aber die Qualität ist dieselbe, es wird Angst ausgelöst.
Schüttet der Körper Hormone aus, aktiviert er sich ganz archaisch, zum Beispiel um mehr Kraft zum Kämpfen oder schnellere Beine für die Flucht zu haben. Es werden wirklich Energien im Körper frei gesetzt, z.B. wird der Zuckerstoffwechsel aktiviert. Weiterhin wird die Verdauung reduziert und Muskelgruppen spannen sich, was wir dann als flaues Gefühl im Magen empfinden. Dieser Prozess ist bereits abgelaufen oder voll im Gange, wenn Gewahrsein dazu kommt. Das Gefühl ist so lange wahrnehmbar, bis der Körper all diese Aktivierungen wieder eingestellt hat und das kann abhängig von der emotionalen Intensität eine ganze Zeit dauern. Wir können uns also weiter schlecht fühlen, auch nachdem die Ursache, also die auslösenden Erinnerungen still geworden sind. Es gibt keinen Grund damit zu hadern, dass der Körper seine Zeit benötigt, um wieder ins Lot zu kommen. Zum Glück sind die meisten Emotionen nur gering ausgeprägt und kommen, wie zum Beispiel nach einem kleinen Schreck schon in Sekunden oder Minuten wieder ins Lot. Jeder hat schon erlebt, wie nach einem Schreckimpuls die Körperreaktion spürbar in Sekunden abfällt. Aber wenn es wirklich sehr starke Angst ist, oder sehr starke Wut, dann kann das wirklich überwältigend sein, dann sind wir körperlich stark aktiviert und es dauert dann vielleicht Stunden, bis wir uns wieder vollständig beruhigen.
Wir suchen so gerne nach der Methode, unangenehme Gefühle schnell los zu werden und sind dann enttäuscht, dass auch eine Unterbrechung der auslösenden Prozesse durch Gewahr-Sein dies nicht unmittelbar bewirkt. Es ist deshalb gut sich im Klaren zu sein, wie unser Körper funktioniert. Dann sind wir auch nicht enttäuscht und stehen dem Körper einfach die Zeit zu, die er braucht.

Sind wirkliche äußere Gefahren die Auslöser der Emotionen, sind wir viel geneigter für unsere Körperprozesse Verständnis aufzubringen. Ich fuhr einmal bei einer Bekannten im Auto mit. Auf der Autobahn war Stau und wir alle hatten nicht rechtzeitig gesehen, dass die vorderen Autos stehen. Meine Bekannte reagierte gut. Der Bremsweg war zu lang, wir wären aufgefahren. Sie lenkte auf den Standstreifen, der leer war und kam dort mit einer Vollbremsung zum Stehen. Es war gerade noch gut gegangen. Der Wagen stand. Wir waren alle geschockt und sprachen kein Wort. Dann fing meine Bekannte an zu weinen. Wir spürten alle die enorme Anspannung, die nun langsam abfiel. Ich weiß nicht, ob mein Zeitgefühl funktioniert hat, aber ich glaube wir sind mindestens 10 Minuten auf dem Standstreifen gestanden, bis wir weiter fuhren. Weinen ist eine typische Reaktion, wenn extreme Anspannung nachlässt. Viel später nach diesem Ereignis sind mir einige Funktionen unseres Körpers bewusster geworden. Die wunderbare Fähigkeit blitzschnell und ohne Denken zu reagieren, sich auf extreme Situationen richtig einzustellen. Fähigkeiten, die vielleicht unser Leben gerettet haben. Ich verstand, wie wichtig und richtig es ist, dass der Körper so extrem reagiert und es war klar, dass der er danach eine längere Zeit braucht, um wieder ins Lot zu kommen.
Auch wenn nur Gedanken und Erinnerungen unsere Körperreaktionen ausgelöst haben, ist es nicht sinnvoll, und bewirkt höchstens neue Verwirrung, gegen seine Empfindungen zu rebellieren. Man fühlt sich unwohl, ängstlich, ärgerlich. Das sind Körperzustände, die schon ihren Sinn haben, die lebensnotwendig sind. Und deswegen: Kann man dem Zeit geben? Kann man dem Körper einfach die Zeit geben, sich wieder einzukriegen? Wichtig ist, in der Zeit, in der der Körper noch in Aufruhr ist, weiter gewahr zu bleiben. Denn, selbst wenn wir zu Beginn der Situation gesehen haben, was uns aufgeregt hat, im Hier und Jetzt angekommen sind. Ist der Körper noch im aufgewühlten Zustand, produziert das Gehirn dazu passende Gedanken. Das heißt, wenn man dann nicht weiter bei sich ist, nicht weiter schaut, was geschieht, präsent bleibt, dann schleicht sich schon wieder eine neue Spirale aus Denken und Fühlen ein. Dann lösen die assoziierten Gedanken neue Reaktionen im Körper aus und der Körper kommt nicht zur Ruhe. Anstatt, dass die Emotion langsam abflaut, entsteht eine Wellenbewegung: Man schaukelt sich auf, dann geht es wieder ein bisschen runter. Dann kommt eine andere Erinnerung und man schaukelt sich damit wieder auf. So etwas kennen wir auch sehr gut nachdem kritische Situationen lange vorbei sind: „Wie konnte ich so unaufmerksam sein und das Stau-Ende übersehen! Beinahe hätte ich alle umgebracht! Ich bin kein guter Autofahrer.“ All das stürzt uns immer neu in ein Wechselbad der Gefühle, oft Tage nachdem die wirkliche Gefahrensituation vorbei ist.
Jemand erzählte mir einmal von seinem Ehestreit und wie der eskalierte. Er sagte, in einer Phase haben die beiden tagelang nicht mehr miteinander gesprochen. Jeder für sich hatte sich in seinen Emotionen so aufgeschaukelt, war so verletzt, dass keine Kommunikation mehr möglich war. Muss so etwas geschehen, ohne jede reale Gefahr? Ich weiß es nicht. Vielleicht sind manchmal unsere aufgeschaukelten Emotionen so überwältigend, dass keine Beruhigung mehr eintritt, kein Gewahr werden mehr möglich ist und alle Wege zurück in Verbundenheit versperrt sind. Aber selbst Zustände völliger Blockade und Zerrüttung unserer Beziehungen finden einmal ein Ende, sei es durch Versöhnung oder durch Trennung.
Ein zentraler gemeinsamer Aspekt unserer archaischen Emotionen, wie Angst, Ärger oder Abscheu ist, dass wir uns darin zu tiefst getrennt fühlen. Zusammen mit den Emotionen ist die deutliche Wahrnehmung eines kleinen, bedrohten, separaten Wesens eng verbunden. Wir erleben uns als schmerzlich vereinzelt. Das muss wohl auch so sein. Betrachtet man die Funktion dieser Gefühle, nämlich uns deutlich zu machen, wer da bedroht ist, nämlich unser Organismus, ist klar, dass dies nur durch eine scharfe separierende Wahrnehmung unseres Organismus erreicht werden kann. Wir sagen dann Sätze wie: „Ich bin verletzt, nicht Du, ich leide, das ist unzweifelhaft. Ob Du auch leidest, kann sein, ist mir jetzt aber ziemlich egal.“
Kommen wir wieder zurück auf das, was uns von den Amphibien und Reptilien unterscheidet. Bei diesen Tieren tritt der beschützende Effekt der Emotionen nur bei wirklicher körperlicher Bedrohung auf. Wir Menschen sind dagegen zu einem hoch komplexen Sozialverhalten befähigt. Unsere Großhirnrinde, die bei den Amphibien und Reptilien nahezu fehlt, ermöglicht uns das. Das Emotionale System ist aber nicht durch die neueren Gehirnstrukturen ersetzt worden, es arbeitet voll intakt weiter, ist aber mit dem neueren Gehirn eng verbunden. So kann man sich erklären, dass unser uraltes System der beschützenden Emotionen, nicht nur bei körperlicher Bedrohung aktiv wird, sondern auch bei allen sozialen „Bedrohungen“. Es sind Worte, mit denen bei uns Menschen in der Regel geschlagen werden, nicht Knüppel. Unsere sozialen Fähigkeiten verhindern ja gerade ein Übermaß an körperlicher Gewalt. Und trotzdem, dieses alte Gehirn reagiert auf ein Wort, einen Gedanken mit genau denselben Reaktionen, wie auf eine echte physische Bedrohung. Wenn der Chef etwas Abfälliges sagt, dann wird es empfunden, als ob er seinen Knüppel herausgeholt hätte. Dieselbe Reaktion des Körpers, sich zu schützen, zu fliehen, oder sich zu wehren wird hervorgerufen. Kann man das einmal in sich selbst beobachten? Wenn es so ist, kann man das anerkennen, akzeptieren, dass es so ist, dass wir so funktionieren, ohne es gut oder schlecht zu nennen? Soziale Bedrohungen können auch unsere physische Existenz bedrohen. Wir können den Ruf, den Arbeitsplatz verlieren. Wurde man in früheren Zeiten aus einer Gemeinschaft ausgeschlossen, verbannt, war das in der Regel lebensbedrohlich. Die Aktivierung unseres emotionalen Systems kann sich natürlich auch zerstörerisch auswirken, insbesondere dann, wenn sie als chronischer Stress auftritt. Dauerstress kann unsere Gesundheit ruinieren, ja lebensbedrohlich sein, aber eine angemessene emotionale Aktivierung kann auch heute noch unser Leben retten.


Mit Gedanken und Gefühlen still meditieren

Was bisher zu den Emotionen gesagt wurde hat vielleicht Neugier geweckt, das komplexe Zusammenspiel von Denken und Fühlen einmal direkt in sich mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Das zu tun, dafür ist Meditation da. Im Alltag ist es oft schwierig den geistigen Raum für Gewahrsein zu finden. Aber im stillen Sitzen besteht immer eine Chance. Stets tauchen alte Erinnerungen auf. Bleibt man dabei und beobachtet genau, was in Kopf und Bauch geschieht, bemerkt man direkt, wie so eine Erinnerung ein Gefühl auslöst. Aber zumeist ist die Reaktion nicht überflutend, es ist noch geistiger Raum da. Man kann sich fragen: „Was ist das jetzt? Was passiert hier gerade?“ Kann man sich den ganzen Prozess einmal anschauen, sich dessen vollständig Gewahr-Werden. Das bedeutet, alles geschieht hier und jetzt. Kann man in diesem gegenwärtigen Moment sein mit dem Gefühl? Da sind Gedanken, aber auch der Atem ist da und dabei wird der Körper gefühlt, gerade so, wie er sich jetzt anfühlt. Die Erinnerung hat vielleicht eine Angst und ein Gefühl von Getrenntsein ausgelöst. Mit dem Gewahr-Werden tritt aber eine erstaunliche Änderung ein. Das Getrenntsein wandelt sich wieder in Verbundenheit. Man sieht den ganzen Prozess hier und jetzt. Wir sind dadurch nicht mehr dieser abgetrennte, kleine, gefährdete Organismus, sondern es besteht wieder Kontakt zum Ganzen. Der Raum hat sich etwas geweitet. Eine Öffnung ist geschehen und niemand hat es gemacht. Aus einem Ereignis, in das wir zurückversetzt waren, das wir gerade noch selbstvergessen erlitten, ist eine Erinnerung geworden. Wir sind ins Hier und Jetzt zurückgekehrt und erkennen die Erinnerung als Erinnerung, die Gedanken als Gedanken und die Gefühle als Körperzustände, die durch eine Erinnerung ausgelöst wurden. Die Wandlung könnte nicht radikaler sein. Der Motor der Gedanken stottert und das unbewusste Spiel sich gegenseitig aufschaukelnder Gedanken und Gefühle stoppt, fällt einfach in sich zusammen. Wie fühlt sich dann der Körper an? Man schaut: Ist da noch eine Verengung im Brustkorb, ein flaues Gefühl im Magen? Wenn ja, bleibt man einfach dabei. Die Unterbrechung des Gedankenstroms ist geschehen. Der Kopf ist still geworden. Aber ein vages Gefühl von Trennung ist vielleicht noch da und der Druck in der Magengegend. Ist es möglich, damit einfach still zu sein, so wie es ist? Meistens möchte man es anders haben, nicht wahr? Es soll weg sein. Aber man versteht auch, dass der Körper Zeit braucht und man ist einfach damit, so wie es jetzt gerade ist. Nichts tun, auch nichts tun müssen. Der Körper beruhigt sich von ganz alleine, wenn er nicht weiter mit neuen Gedanken gefüttert wird.
Also, ist es möglich, wenn zum Beispiel Angst aufkommt, diese einfach anzuschauen? Ohne sich darin zu verlieren, ohne sie weg haben zu wollen. Kann man mit einem lebendigen Interesse bei dem bleiben, was geschieht, was gerade jetzt abläuft? Mit dem Gewahrsein wandelt sich das Angstgefühl, es ist als kehrten wir heim. Wenn sich erst einmal verfestigt hat, dass wir mit unseren Erinnerungsbildern und Gedanken ins Hier und Jetzt zurückkehren können, fähig sind, einfach anzuschauen was gerade geschieht und damit still zu werden, dann werden Prozesse wie Angst und Ärger transparenter und unser ständiges Füttern der Emotionen mit Gedanken versiegt. Den Platz des unbewussten Gedankenprozesses nimmt dann Gewahr-Sein ein und der Körper findet Ruhe. Nichts schaukelt sich mehr auf. Intensive Gefühle sind Empfindungen, die gerade jetzt da sind und sich in ihrem natürlichen Lauf wieder wandeln. Sie klingen ab. Es geht nur darum, einfach dabei zu bleiben, zu sehen, zu hören, zu fühlen, nichts zu tun. Ist das möglich?
Mir geht es darum, bei Euch Interesse an diesem ganzen Prozess zu wecken. Normalerweise sind unangenehme Gefühle etwas, wovon wir lieber die Finger lassen, die wir einfach nur weg haben und schon gar nicht mit Geduld anschauen wollen. Man könnte meinen, das ist ja Masochismus, wenn ich mich mit meiner Angst und meinem Ärger auch noch geduldig abfinden soll, wenn ich das Ganze jetzt auch noch langwierig aushalten soll! Aber so ist das nicht gemeint. Es geht darum, in jedem Moment so sein zu können, wie man gerade jetzt ist. Ob da jetzt Angst ist, Ärger, oder eine stille Verbundenheit, die so schön ist, so ruhig, so erholsam. Gewahr zu werden, was gerade jetzt ohnehin schon geschieht tut uns nichts an, es wirft einfach nur Licht auf das Geschehen und trägt die Veränderung schon in sich.
Anscheinend gibt es viele Gefühle von Getrenntsein, aber nur eines von Verbundenheit und Freude. Ärger, Angst, Abscheu, Eifersucht, Neid, Missgunst und wie die vielen Nuancen unseres Getrenntseins alle heißen. Wenn das alles abklingt, erreichen wir unsere Wurzeln. Wenn wir zur Ruhe kommen, wenn wir tatsächlich nicht bedroht sind und uns auch nicht mehr bedroht fühlen, dann bleibt stilles Verbunden-Sein, Offen-Sein und die Ruhe im Körper, die dazu gehört. Nicht Geräuschlosigkeit, nicht Stille im Sinne von keine äußeren Geräusche, aber dieses „der Körper ist in Ruhe, und der Geist ist in Ruhe“. Gedanken können ruhig als schwaches Rinnsal fließen. Ein kleiner Strom, nicht überwältigende gefühlsauslösende Sturzbäche, die uns überfluten. Aber wenn wir immer nur darüber nachdenken, wie wir zur Ruhe kommen und uns ungeduldig drängen: „Diese Ruhe, diesen Frieden muss ich erreichen!“, dann übersehen wir, was tatsächlich geschieht, dann besteht kein Interesse an der Wirklichkeit und wir haben kein Auge dafür, was alles in uns gerade jetzt abläuft.
Wir Menschen sind sehr dynamische Wesen. Wir wandeln uns unaufhörlich. Die Aufgabe der Meditation kann es nicht sein, immer stoisch zu reagieren und vollständige Gelassenheit zu erreichen. Das würde ja bedeuten, dass wir in unseren Gefühlen völlig verarmten. Lebendigkeit ist ein Prozess ständiger Dynamik. Wie unsinnig wäre der Versuch, das alles flach zu bügeln, abgesehen davon, dass das auch gar nicht möglich ist. Der Verlust unserer Emotionen ist eine Krankheit, bedeutet Depression, nicht Heilung. Es ist unsere Natur aufzubrausen, und dann beruhigen wir uns wieder, oder Angst überkommt uns und dann vergeht sie. Das ist gesunde Lebendigkeit. Krank werden wir erst, wenn wir dauernd erregt, dauernd in Ärger, dauernd in Angst sind. Aber wenn ein dynamische Auf und Ab geschieht, wir also auch wieder Ruhe finden, ist das der Spiegel unserer Lebendigkeit, eine Qualität und Intensität des Lebens, die ich nicht missen möchte.
Nachdem wir all das gehört haben, wie ist es denn jetzt in diesem Moment? Was machen die Gefühle? Was sagen die Gedanken, gerade jetzt? Wie spielt das alles zusammen? Kann man aus dem kopflastigen Bedenken und bloßen intellektuellen Verstehen herauskommen und das ganze Wechselspiel sehen, es einfach geschehen lassen, davon lernen, wie wir von Moment zu Moment funktionieren? Kann man die vorgenommenen Ziele gerade jetzt über Bord werfen? Vielleicht stellt sich dann ja überraschend auch die ersehnte Ruhe und Verbundenheit ein.