Startseite | Impressum | Kontakt

Springwater-Center

Im westlichen State New York, etwa eine Autostunde südlich von Rochester liegt Springwater. Die Landschaft südlich des Ontario-Sees ist durch weit auslaufende, weich geschwungene Berge charakterisiert. Einige eiszeitliche langgezogene parallele Seen, die Fingerlakes, durchziehen die Landschaft. Nach der indianischen Legende hatte hier der große Bär seine Spuren hinterlassen.

Das Springwater Center liegt inmitten dieser Landschaft auf einem der Berge, von wo man eine wunderbare Aussicht hat. Das Gelände ist so groß, dass man zwei Stunden spazieren kann, ohne es umrundet zu haben. Dabei wechseln sich Wälder mit Nadel- und Laubbäumen ab. Durch die Wälder führt eine kleine Schlucht mit einem Bach. Eine Möglichkeit der Bachquerung wurde vor bestimmt 200 Jahren von Indianern durch einen bizarr gebogenen Baum gekennzeichnet, der auch heute noch die Richtung weist. Andere Flächen des Geländes sind weite Wiesen, in die im Sommer nur Gehwege gemäht werden. Ganz oben auf dem Hügel liegt der Pond, ein kleiner See, in dem auch gebadet werden kann.

Das Center selbst ist aus Holz gebaut und fügt sich wunderbar in die Landschaft ein, so dass man den ganzen Tag Sonne und Licht haben kann.

Die geräumige Meditationshalle hat große Fenster, durch die man über weite Felder und Berge schauen kann. Im Haus sind einfache Zimmer für Gäste und Mitarbeiter und es gibt kleine Ein-Zimmer-Häuser in den Wäldern. Das Essen ist vegetarisch.

Das Center wurde 1981 als "Genesee Valley Zen Center" gegründet, als Toni Packer und eine Gruppe von Freunden das Rochester Zen Center verließen. Toni war Schülerin von Roshi Philip Kapleau und wurde dort Lehrerin. Als Lehrerin wurde Toni mit Problemen von Tradition und Autorität konfrontiert und begann, ihre eigene Zugehörigkeit zum Zen-Buddhismus zu hinterfragen. "Müssen nicht alle Einflüsse aus Gegenwart und Vergangenheit aufhören, damit wir ganz aufmerksam sind, unmittelbar, gegenwärtig?" Das neue Center wurde aus dem Bedürfnis heraus gegründet, mehr das Rohmaterial unseres Alltagsleben zu durchschauen und nicht um sich mit traditionellen Koans und Praktiken zu befassen. Das Center erwarb das Grundstück in Springwater, erstellte die Gebäude, und seit 1985 werden Retreats ohne jegliche Art von Ritual oder Zeremonie gehalten. 1986 wurde dann auch der Name geändert zu Springwater Center.